Ellie
„Wow. Was für ein richtiger Arsch.“
Von allen Möglichkeiten, mich so hängen zu lassen… hatte er sich ausgerechnet die schlimmste ausgesucht.
Quirin Arvid von Rheinhardt. Einfach verschwunden, ohne auch nur ein Nicken am letzten Tag.
Ich trat in sein Büro.
Stille. Gedämpftes Licht.
Nur die Schreibtischlampe brannte, ein schmaler Lichtstreifen kroch vom Badezimmer quer über den Boden.
Meine Finger glitten über seinen Schreibtisch, seinen Stuhl, die Tastatur, die noch jede seiner Tastenanschläge kannte. Der Raum war durchtränkt von ihm.
„Nicht mal Tschüss konnte er sagen…“, murmelte ich.
„Hallo, Liesel.“
Die Stimme war tief. Nah.
Ich fuhr herum.
Quirin saß in der dunklen Ecke des Raumes, ein bernsteinfarbenes Getränk in der Hand. Die Schatten schnitten sein Gesicht in scharfe, gefährliche Konturen.
„Quirin…“, keuchte ich. „Ich… ich hab dich gar nicht gesehen.“
Er erhob sich und stellte das Glas beiseite. Seine Augen hielten meine, während er den Raum zwischen uns überbrückte, erst stehenbleibend, als sein Gesicht nur noch einen Zentimeter von meinem entfernt war.
Mir blieb der Atem weg. Wärme strahlte von ihm aus.
„Ich habe dir dein Valentinstagsgeschenk noch nicht gegeben“, murmelte er.
Mein Hals zog sich zusammen. Ich schluckte.
Seine Hand hob sich, die Rückseiten seiner Finger strichen über meine Brust, während sein Blick die Bewegung verfolgte.
Was zum Teufel geschah gerade?
„Ich—“
Er legte einen Finger auf meine Lippen.
„Sag nichts.“
Seine Hände schlossen sich um meine Taille.
Er zog mich zurück, bis der Rand seines Schreibtischs gegen meine Beine stieß, und schob mich dann darauf.
Mein Herz stolperte.
Eine Hand drückte sanft auf meine Brust, ließ mich nach hinten sinken, flach auf dem Rücken, den Atem flach, den Kopf wirr.
Ich starrte zu ihm auf, gefangen zwischen Schock und etwas viel Gefährlicherem.
Seine Hände glitten über meine Oberschenkel, und in einer fließenden Bewegung zog er meine Unterwäsche hinunter.
Er hob sie an sein Gesicht und atmete ein.
Gänsehaut überzog meine Haut.
Mein Gott.
Er spreizte meine Beine, sein Blick verweilte, vorsätzlich, fast fordernd.
„Hm.“ Das Geräusch war tief, fast zufrieden, während seine Finger mich erkundeten.
Ich konnte kaum atmen.
Was geschah hier…
Nie den Blick von mir abwendend, beugte er sich und leckte mich—langsam, intim, beanspruchend.
„Du schmeckst verdammt gut.“
Ich hätte fast auf dem Schreibtisch gezuckt, als seine Zunge wieder über mich glitt, Sterne hinter meinen Augen explodierten.
Sein Griff um meine Oberschenkel verstärkte sich, Stoppeln strichen über die empfindlichste Stelle von mir. Er griff unter den Schreibtisch, und ich hörte das Klicken des Schlosses.
Seine Lippen und seine Zunge trieben mich höher. Als er meine Beine über seine Schultern hob, erzitterte ich, keuchend.
„Ich habe das… seit Jahren gebraucht“, murmelte er.
Die Erkenntnis traf mich wie ein Blitz.
Er hatte sich zurückgehalten, weil er mein Chef war.
Jetzt hatte ich gekündigt.
Jetzt gehörte das uns.
Drei Finger glitten in mich, spielten mit genau der richtigen Stelle. Ich zuckte und schrie auf.
„Du hast diesen perfekten Hintern die ganze Zeit durch mein Büro spazieren lassen“, knurrte er, tief und gefährlich. „Und mich wahnsinnig gemacht.“
Ich starrte ihn an, fassungslos, während er Fantasien offenbarte, die ich mir nie hätte vorstellen können. Mein Körper reagierte, bevor mein Verstand überhaupt Schritt halten konnte.
Er öffnete den Reißverschluss seiner Hose, und ich erstarrte. Mein Atem ging stoßweise. d**k, heiß, unmöglich—er war noch mehr, als ich je gedacht hatte. Ich griff nach einer Handvoll seines Haares und zog ihn zu mir. Seine Lippen glitten über meine Haut, seine Finger erkundeten, reizten.
„Rosa“, murmelte er, spreizte mich. „Ich habe mir das… jeden Tag vorgestellt. Aber nichts hätte mich auf dich vorbereiten können.“
„Und du hast über meinen Körper nachgedacht?“ flüsterte ich, zitternd.
„Jeden einzelnen Tag“, sagte er.
Unsere Lippen trafen sich in einem vorsichtigen Kuss, der sich in etwas Hungriges verwandelte, Hände verhedderten sich im Haar, Haut auf Haut. Er drückte mich zurück auf den Schreibtisch, zog Hemd und Hose mit geübter Leichtigkeit aus.
Er beugte sich über mich, leckte mich ausgiebig. Meine Knie wurden schwach bei dem Rhythmus, bei der Art, wie er sich über mich bewegte. Als er die Spitze von sich in mich schob, schrie mein ganzer Körper auf.
„Ohhh…“ keuchte ich und zitterte.
Wir bewegten uns zusammen—zuerst langsam, dann hart, unnachgiebig. Seine Hände umfassten meine Hüften, trieben mich gegen ihn, unsere Körper glänzten vom Schweiß, das Geräusch unserer Zusammenstöße füllte das Büro. Mein Höhepunkt traf mich wie ein Feuer, und er folgte, stöhnte tief und grollend, zitternd in mir.
Er setzte sich zurück, zog mich an seine Brust, hielt mein Gesicht, küsste mich sanft und langsam.
„Ich habe das seit Jahren gewollt“, sagte er, lächelnd gegen meine Lippen.
„Und jetzt?“
„Ich bin froh, dass wir gewartet haben. Sonst… hätten wir nie etwas erledigt.“ Seine Hand wanderte zu mir, ein verschmitztes Grinsen auf seinem Gesicht. „Hätte ich dich jetzt hier… das wäre eine ziemliche Ablenkung gewesen.“
Ich kicherte, erleichtert.
„Zieh dich an“, sagte er und warf mir mein Kleid zu.
Ich stürmte ins Badezimmer, die Hände noch zitternd, wischte mich sauber, schlüpfte wieder in mein Kleid und versuchte, mein rasendes Herz zu beruhigen. Die Intensität dessen, was gerade passiert war, pulsierte noch in mir, ein Feuer, das ich nicht löschen konnte.
Als ich zurückkam, saß er am Schreibtisch, vollständig angezogen, ruhig und gesammelt, als sei nichts geschehen.
Mein Magen verkrampfte sich bei dem Gegensatz zwischen ihm und mir.
„Wir sollten zurück zur Party“, sagte er, die Stimme locker.
Ich blinzelte, fassungslos. „Okay.“
Er stand auf, strich eine lose Haarsträhne aus meinem Gesicht, seine Augen verharrten einen Moment zu lange. Dann öffnete er eine kleine schwarze Schachtel, mit einer Seidenkordel gebunden.
„Dein Valentinsgeschenk.“
Ich löste die Schleife, das Herz immer noch hämmernd. Drinnen—nur ein Stift. Ich blinzelte, peinlich berührt.
„Danke“, flüsterte ich. „Ich habe dir auch etwas mitgebracht.“
Ich nickte zu dem übergroßen Paket auf seinem Schreibtisch.
„Ich öffne es später“, sagte er, nahm es mit einem leichten Lächeln entgegen.
Dann deutete er zum Aufzug. „Los geht’s.“
Die Fahrt nach unten war still.
Seine Augen wirkten abwesend, die Finger spielten mit den Manschettenknöpfen seines Hemdes.
Ich stand steif, jeder Nerv noch angespannt, fragte mich, ob er dasselbe nachwirkende Feuer spürte wie ich—oder ob er schon weiter war.
Die Türen öffneten sich, die Party tobte.
Musik, Lachen, klirrende Gläser—alles wirkte surreal nach dem, was gerade geschehen war.
„Lass uns etwas trinken gehen“, sagte er beiläufig.
Ich erstarrte, Unglauben stand mir ins Gesicht geschrieben.
„Nein… ich gehe lieber“, sagte ich und zwang Ruhe in meine Stimme.
„Okay. Willst du, dass ich dich hinaus begleite?“
Ich schüttelte den Kopf. „Es geht schon. Auf Wiedersehen, Herr Arvid von Rheinhardt.“
„Auf Wiedersehen, Fräulein Wildermuth. Mein Auto bringt Sie nach Hause“, sagte er und hob das Kinn mit dieser unerträglichen Selbstsicherheit.
„Schönen Lebensweg noch“, schnappte ich, das Herz noch immer hämmernd.
„Ihnen auch“, sagte er ruhig, als hätte das Chaos zwischen uns nie existiert.
Ich stürmte hinaus, murmelte leise vor mich hin, bis ich seinen schwarz getönten Range Rover erreichte.
„Guten Abend, Liesel“, sagte sein Fahrer, Matthias, höflich.
„Hallo, Matthias. Könnten Sie mich nach Hause fahren?“
„Aber sicher.“ Ich glitt hinein, starrte aus dem Fenster, während Berlin an mir vorbeirauschte. Mein Puls rasselte noch immer in meiner Brust, mein Kopf spielte jede Berührung, jedes Keuchen noch einmal ab.
Matthias warf mir einen Blick im Rückspiegel zu. „Alles in Ordnung, Liesel?“
Ich nickte, obwohl meine Brust noch eng war, die Hände zitterten.
Dann vibrierte mein Handy.
Office Group Chat – „Arvid von Rheinhardt Etage“
„OMG… ihr werdet nicht glauben, wen ich gerade im Büro des Chefs beim F***** erwischt habe 😳“