Kapitel einunddreißig: Schuld

1111 Words

Marcus' Sicht Als ich erwachte, war der Schweiß kalt und klebte mir im Nacken. Meine Brust fühlte sich eng an von den Nachwirkungen eines Albtraums, der einfach nicht verschwinden wollte. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, die noch immer vom Unfall schmerzten. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, blitzte der Asphalt vor meinem inneren Auge auf – der Geruch von verbranntem Gummi, das Kreischen des Motorrads, das unter mir kippte, wie der Junge hilflos da gelegen hatte und wie ich zu langsam gewesen war. Zu spät. Ich stieß die Decke von mir und setzte mich auf die Bettkante. Meine Finger strichen über das harte Holz, als könnte ich durch diese Erdung das auslöschen, was ich nicht verzeihen konnte. Das Zimmer war düster, das Morgenlicht kämpfte sich durch die Jalousien und schnitt Lin

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