DESDEMONA. Ich wälzte mich im Bett hin und her, die Kerze flackerte noch schwach neben mir. Irgendetwas stimmte nicht. Die Luft war zu schwer, zu still, als wäre jemand anderes im Zimmer. Ich drehte mich auf die andere Seite des Bettes. Daine war verschwunden. Ein Seufzer entfuhr mir. Vielleicht war sie zu Celeste gegangen. Ich beugte mich vor und blies die Kerze aus, lehnte mich zurück und versuchte, mein rasendes Herz zu beruhigen. Doch dann ein Funke. Das Licht flackerte von selbst wieder auf. Ich erstarrte. Mir stockte der Atem. Hinter dem Vorhang war ein Geräusch zu hören, ein leises Rascheln. Langsam schob ich die Decke beiseite und stand auf. Meine nackten Füße berührten den kalten Boden, als ich darauf zuging. Jeder Schritt fühlte sich schwerer an als der vorherige. Ich

