Kapitel 20 IN IHRE FALLE GEFALLEN

1354 Words

DESDEMONA Er ballte die Faust und hob die Hand. Ich presste die Augen fest zusammen und wappnete mich für den Schlag, doch das Geräusch, das folgte, war nicht das Knacken meiner Knochen, sondern der dumpfe Knall seiner Faust, die gegen die Holztür neben mir schlug. Mir stockte der Atem. Langsam öffnete ich die Augen, mein Herz raste so schnell, dass es schmerzte. „Ich … ich gehe jetzt“, stammelte ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern, doch diesmal hielt er mich nicht auf. Sobald ich sein Zimmer verließ, atmete ich zitternd aus. Meine Brust entspannte sich, doch jedes Mal, wenn ich blinzelte, sah ich wieder seine kalten, glühenden, unerbittlichen Augen. Ich presste die Handfläche auf meine Brust, als könnte ich die Erinnerung auslöschen, doch sie blieb, brannte in meinem Herzen.

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