Zehn Jahre später... „Wo ist sie?“, kreischte Sybl. Sybls feuerrotes Haar schien wie Schlangen um sie herum zu tanzen, als ein starker Wind ihren Schreibtisch durch den Raum fliegen und gegen die Wand schlagen ließ. Ihre tiefgrünen Augen flackerten wie zwei wütende grüne Flammen. Sie war ins Kinderheim gegangen, um nach Melanie zu sehen, und hatte festgestellt, dass sie weg war. Man musste kein Genie sein, um zu erkennen, was direkt vor ihrer Nase passiert war. Sie war von ihrer eigenen Mutter verraten worden! Lydia stand auf der anderen Seite des Raumes und ließ sich von den gewalttätigen Ausbrüchen von Sybl nicht einschüchtern. Das hatte sich schon lange angebahnt. „Komisch, dass du erst zehn Jahre nach ihrer Geburt daran gedacht hast, nach ihr zu suchen“, bemerkte Lydia mit verschrä

