Siennas Sicht Die Art, wie er es sagte – leise, rau, als würde er eine Sünde eingestehen –, ließ mir das Herz in die Hose rutschen. Ich konnte mich nicht bewegen. Konnte nicht denken. Meine Hände klammerten sich immer noch an den Saum seines Hemdes, als wäre es das Einzige, was mich noch am Leben hielt. Der Raum roch nach Dampf, nach ihm und nach purem Chaos. Luthers Augen ruhten finster und unentschuldigend auf meinen. Dann senkte sich sein Blick – langsam, bedächtig – an mir hinab und verweilte auf der Stelle, wo das Hemd meine Oberschenkel nur knapp streifte. Sein Kiefer spannte sich an. „Hör auf“, sagte er mit rauer, rauchiger Stimme. „Ich genieße den Anblick.“ Mir stockte so heftig der Atem, dass ich fast erstickte. „Wie bitte?“ Er wiederholte es nicht. Brauchte er nicht. Sein Ge

