LUTHERS PERSPEKTIVE Der Wagen summte leise unter mir, das Leder unter meinen Händen fühlte sich vertraut und beruhigend an. Ich warf Sienna keinen Blick zu. Ich musste nicht. Ihre Anwesenheit war ein Gewicht, das ich spüren konnte, leicht, aber beständig, drückend auf meine Brust, auf eine Weise, die ich nicht benennen wollte. Ich hielt die Kiefer zusammengebissen, den Blick auf die Straße gerichtet, obwohl jeder Instinkt in mir schrie, sie anzusehen, ihre Haltung zu erfassen, die Anspannung in ihren Schultern. Sie gehörte mir nicht. Nicht ganz. Noch nicht. Und allein dieser Gedanke ließ jeden vorsichtigen Schritt, den ich heute unternommen hatte, gleichzeitig notwendig und falsch erscheinen. Jeder Plan, den ich akribisch ausgearbeitet hatte, jede Strategie, von der ich glaubte, sie würd

