Antonios Sicht Ich besuchte meine Gefangene, um einen Plan in die Tat umzusetzen. Da ich meinem Verlangen nach ihr entkommen war, konnte ich mich in Ruhe anderen Dingen widmen, doch das änderte nichts daran, dass sie mich nie verlassen würde, bis ich fertig und zufrieden war. **** Der Wind peitschte um mich herum und stach mir mit eisigen Nadeln ins Gesicht. Ich stand auf einem schroffen Gipfel, die Welt breitete sich unter mir aus wie ein Teppich aus Schnee und Eis. Mein Atem bildete weiße Wölkchen in der eisigen Atmosphäre, jedes Ausatmen ein Beweis für mein unermüdliches Training. Monatelang hatte ich die härtesten Bedingungen ertragen und Körper und Geist bis an die Grenzen des Rudels gebracht. Ich war zu einem Schatten geworden, einem Flüstern in der Wildnis, das sich nahtlos in di

