KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG Kyle drängte und rempelte sich seinen Weg durch die dichte Menschenmenge in Shakespeares Globe-Theater. Er war stundenlang dort am Rande gestanden, das ganze endlos scheinende Stück hindurch, und hatte auf seine Chance gewartet. Romeo und Julia. Was für schreckliches Zeug. Er hatte jedes Wort gehasst, dämliche Dichterei, eine Verschwendung seiner wertvollen Zeit. Die einzigen Stellen, die er gemocht hatte, waren gewesen, Romeo und Julia beim Sterben zuzusehen. Er wünschte nur, sie wären gleich zu Beginn gestorben. Zu schade, dass er, Kyle, kein Dichter war, dachte er—er könnte Shakespeare das Eine oder Andere beibringen. Doch er war nicht aus so trivialen Gründen da. Er war geschäftlich hier, so richtig geschäftlich. Er hatte ewig darauf gewartet, dass das Stück zu

