Indessen war Salentin am Sterbebette der Pestkranken oft mit einem Mönche aus dem Orden der grauen Büßenden zusammengetroffen, dessen Gestalt, dessen Auge ihn an seinen Freund von der Ingelheimer Au erinnerte. Viele Priester scheueten sich, die Wohnungen der von der Seuche Befallenen zu betreten; allein dieser Mönch, nicht einmal mit den Versicherungsmitteln gerüstet, kam ungerufen an’s Lager der Kranken, hörte ihre Beichte, versah sie mit den heiligen Sakramenten. So lange Salentin sich im Krankengemache befand, sprach er nicht; verlangte aber der Sterbende nach ihm, so wieß er den Arzt mit einem Winke seiner Hand hinaus, dem dieser, um nicht die Beichte, die Absolution des Todkranken zu verschieben oder gar unmöglich zu machen, nicht zu widerstehen wagte. Als er ihm zuerst bei einer dies

