Drittes Kapitel.-2

2204 Words

»Ich bin ausgezählet, Man weisset mich Armen vor die Thür, Untreu ich spür’ Nun zu allen Zeiten!« singt mit halblauter, aber melodischer Stimme der Mönch klagend vor sich hin. Da vermehrt der Hund, als verstünde er den Sinn’ dieser Worte, seine Liebkosungen. Er versucht, gleichsam um den Herrn zu erheitern, einige Sprünge, die ihm in den Tagen seiner Jugend besser gelungen seyn mögen, als jetzt, wo das Alter seine Glieder lähmt; er kehrt wieder zurück, er sucht erst durch leisere, dann durch lautre Töne den Herrn aus seinen düstern Träumereien zu erwecken. Aber Herr und Hund bleiben nicht lange sich selbst überlassen. Von der Stadtseite her naht mit hastigen Schritten, mit ungeduldiger Gebehrde, ein Mann von stattlichem Ansehn. Dünne graue Locken drängen sich unter dem Barett mit der

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