Und als sie mit Helene im Vorzimmer allein war, bemühte sie sich, die Notlüge zu entschuldigen. »Oh, ich würde den Jungen ja gern mit heraufbringen, ich weiß ja, daß es nicht ansteckend ist... aber Kinder erschrecken so leicht, und Lucien kann sich nicht verstellen! Wenn er Ihren armen Engel leiden sieht, fängt er sogleich bitterlich an zu weinen ...« »Ja doch, ja doch ... Sie haben ganz recht,« unterbrach Helene. Beim Anblick dieser so heiteren lebensfrohen Frau und im Gedanken an den vor Gesundheit strotzenden Jungen drückte es ihr schier das Herz ab. Eine zweite Woche war verstrichen. Die Krankheit nahm unerbittlich ihren Verlauf, und jede Stunde nahm ein wenig vom Leben der kleinen Jeanne mit sich fort. Die Krankheit hatte es durchaus nicht eilig, dieses schwächliche, so bewunderung

