Kapitel 14 Marissa Am Samstag helfe ich im Milano aus. Alle sind da – meine beiden Großeltern, Lori, Mia und ich. Sie brauchen mich nicht wirklich hier. Vielleicht ist es einfach das Schuldgefühl, das mich hergetrieben hat – ich weiß nicht. Weil ich trotz meiner enttäuschenden Männerwahl geliebt werden möchte. Trotz meines Verrats. Es ist unser geschäftigster Tag und ich arbeite an der Theke. Deswegen bemerke ich ihn auch nicht, als er reinkommt. Ich nehme Bestellungen entgegen und rufe Leute an und dann steht plötzlich Arnie vor der Theke. Mit einer Waffe in der Hand. Der Raum dreht sich. Alles ist wie verzerrt. Wie in einem Goldfischglas sehe ich nur noch dieses riesengroße Gesicht vor mir. Nein, ich sehe nur noch den kalten Pistolenlauf zwischen meinen Augäpfeln. Das Café wird t

