Ich versiegelte ihn wieder mit einem Kratzerentfernungsgel, das unsichtbar trocknen würde, bevor es jemand bemerken würde. Nicht, dass Kai jemals lange genug in den Spiegel geschaut hätte. Er achtete immer darauf, nicht zu starren. Als könnte das Spiegelbild eine Geschichte erzählen, die er noch nicht hören wollte. Feigling. Aber sie würde sich nicht ewig verstecken können. Vor allem nicht vor mir. Als ich fertig war, setzte ich mich auf den Rand des Waschbeckens und sah mich um. Nichts sah anders aus. Perfekt. Ich klappte das Tablet in meiner Jackentasche auf und überprüfte den Live-Feed. Ein flüssiger Graustufen-Stream – perfekte Klarheit. Der Spiegel, die Kabine, der Winkel. Alles war da. Nicht zum Vergnügen. Als Beweis. Ich schloss das Tablet wieder und schob es tief in mein

