KAI POV Ich ging wie im Autopilot. Zimmer 214. Kratzer am Rahmen. Gebrochenes Scharnier auf der Innenseite. Sicher. Vertraut. Leer. Gott sei Dank. Kein arrogantes Grinsen. Keine grünäugigen Teufel, die mit nacktem Oberkörper auf dem unteren Bett herumlümmeln, als wäre es ein Thron. Keine Grübchen, die sie mit diesem „Ich weiß, dass du das willst“-Grinsen anstrahlten. Nur Stille. Nur ich. Ich holte mir eine saubere Boxershorts und ein lockeres Hemd aus der Schublade – eigentlich Männerkleidung, aber das war ich jetzt auch. Mir gefiel, wie sie passten. Wie sie nicht passten. Wie sie nicht die Spitzenunterwäsche waren, die meine Wölfin mitgenommen hatte. Die Anspannung in meinen Schultern war nicht verschwunden. Sie war tiefer gesunken. Etwas stimmte nicht. Ich konnte es in meine

