KAI POV Es waren zwei Tage vergangen. Zumindest dachte ich das. Jemand hatte mir sechs Mahlzeiten gebracht, alle durch das kleine Schiebefenster in der schweren Tür. Morgens. Abends. Morgens. Abends. Morgens. Abends. Sechs. Also... zwei Tage, richtig? Ich wartete einfach. Ich wusste nicht worauf. Oder auf wen. Aber ich wartete. Etwas tief in mir sagte mir, dass ich das tun musste. Dass ich nicht in Panik geraten, schreien oder kämpfen durfte. Noch nicht. Dass, wenn ich wartete, jemand kommen würde. Jemand musste kommen. Ein seltsames Gefühl kroch durch meinen Hinterkopf. Ein Summen. Kein Geräusch, nicht wirklich. Eher ein Summen, ein Spannungsfaden, der nicht ganz verschwinden wollte. Als hätte ich den Herd angelassen. Oder als hätte ich etwas Wichtiges vergessen. Oder als würde ir

