Thoras Sicht Ich war in der Hölle – einer geistigen Hölle, um genau zu sein. Ich wusste nicht, wie viele Tage vergangen waren, seit ich hierher gebracht worden war. Mein Verstand gehörte nicht mehr mir, so schien es. Dieselben Albträume und Träume quälten mich Tag und Nacht. Ich hatte fast vergessen, wie die echte Welt aussah. In meinen Visionen sah ich immer denselben Baum – groß, mächtig, verborgen in einem dichten Wald. Er schien mich zu rufen. Ich wusste nicht, ob er tatsächlich existierte oder nicht. Doch wenn er existierte, hatte ich keine Ahnung, wo er war. Meine Seele fühlte sich von ihm angezogen wie nie zuvor. Die Todeswölfin sprach nicht mehr mit mir, und dafür war ich dankbar. Doch tief in mir wusste ich, dass er es nicht mehr musste. Er konnte jederzeit die Kontrolle übe

