VIII.-2

1875 Words

Steinert schaute seine Frau forschend an, er schien dadurch ermuthigt zu werden, daß sie das erste Geständniß leichter hinnahm als er erwartet, dennoch aber zitterte seine Stimme, als er fortfuhr und ihr sagte, eine Geldstrafe würde er gern zahlen, wenn damit Alles abgemacht sei; »aber,« flüsterte er, »Du vergißt es, daß der Schmuggler mit dem Grenzjäger kämpft und daß das Gesetz denjenigen einen Mörder nennt, der Nothwehr übt gegen seine Schergen.« Marianne starrte ihren Gatten an. »Um Gottes Barmherzigkeit willen, Steinert, hast Du Blut vergossen? Sage mir die Wahrheit, klebt Blut an Deinen Händen?« »Marianne,« erwiderte er im dumpfen Tone, »die Grenzjäger haben meinen Vater erschossen. Auge um Auge, Zahn um Zahn, sagt die Schrift. Soll ich mich erschießen oder einfangen lassen?« Die

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