Julias Sicht „Feigling!“, zischte mein Vater und verpasste Jake eine Ohrfeige, deren Knall im ganzen Wohnzimmer widerhallte. „Du kannst nicht mein Sohn sein!“ Ein Grinsen huschte über meine Lippen, als ich sah, wie mein Vater seinen neuen, goldenen Sohn schlug. Drei Tage hatte es gedauert, bis Jake endlich auftauchte, und als er es dann war, versuchte er, sich um Mitternacht ins Herrenhaus zu schleichen, doch Dad und ich erwischten ihn. Ich starrte den Mann an, der erst seit zwei Wochen mein Bruder war. Er trug einen Hoodie, der seine struppige Mähne verdeckte, und seine Augen waren rot. Der sonst so glamouröse Jake strahlte immer nur so vor falscher Eleganz, aber heute sah er einfach nur schrecklich aus. Es waren zwei Höllenwochen gewesen. Jakes Rückkehr war alles, was ich befürchtet

