Julias Sicht Ich starrte ungläubig auf die E-Mail. Die Betreffzeile schien mich geradezu zu verhöhnen: „Auflösung oder Verlängerung des Ehevertrags?“ Meine Gedanken rasten zurück zu dem Tag, an dem ich den Vertrag unterschrieben hatte und mich bereit erklärt hatte, sechs Monate lang Georges Scheinehefrau zu sein. Es sollte ein Geschäftsabschluss sein, eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung mit klaren Grenzen. Doch irgendwann hatte sich alles verändert. Mein Herz hämmerte mir bis zum Hals, als ich in Georges Büro stürmte. Meine Absätze klackten laut auf dem polierten Marmorboden. Die Rezeptionistin versuchte, mich aufzuhalten, doch ein Blick auf mein Gesicht genügte, um sie zurückweichen zu lassen. Ich platzte ohne anzuklopfen herein und erwischte George mitten in einem Telefonat

