Lisas Perspektive Ich erreichte den abgeschiedenen Flügel der Villa unter dem Vorwand, mich um ein paar persönliche Angelegenheiten zu kümmern. Die Korridore waren still, leer, und die polierten Böden spiegelten meine Absätze wider, während ich ging. Nicht zum ersten Mal fragte ich mich, warum ich mich überhaupt so herumschleichen musste. Ich war Ryders Gefährtin. Ich trug sein Kind. Eigentlich hätte sich jeder vor mir verbeugen sollen – und doch war ich hier und traf mich im Verborgenen mit seiner Mutter. Die Gemächer von Luna Margaret waren dunkler, als ich sie in Erinnerung hatte. Schwere Vorhänge hielten das Nachmittagslicht fern, und der Duft teuren Parfüms lag wie eine Warnung in der Luft. Sie erhob sich nicht, als ich eintrat; sie neigte nur leicht den Kopf, während ihre scharfe

