Kapitel Dreiunddreißig

1399 Words

Emilys Perspektive Ich ging den Ostkorridor entlang — den stillen, den niemand benutzte, es sei denn, er wollte nicht gesehen werden. In letzter Zeit mochte ich ihn. Zu viele Augen im Palast, zu viele Flüstereien, zu viele Menschen, die nur darauf warteten, dass ich einmal falsch atmete, um es jemandem zu melden. Ich dachte, ich wäre allein, bis eine Stimme leise hinter mir rief: „Luna Emily … bitte … wartet.“ Ich drehte mich um. Es war Marah — eine der neueren Mägde, Mitte zwanzig, immer höflich, immer still. Ich erinnerte mich, sie einmal beim Zusammenlegen von Decken nahe dem Trainingshof gesehen zu haben. Jetzt sah sie nervös aus, ihre Finger krampften sich um die Ränder ihrer Schürze. „Was ist?“ fragte ich, denn ich spürte bereits, dass dies keine einfache Begrüßung war. Marah

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