Der Trainingshof war noch vom Morgenfrost benetzt, als Serena ihn betrat. Ihre Stiefel knirschten leise auf den hellen Steinen. Die Morgenluft war kühl und frisch genug, um in ihren Lungen zu brennen, aber nicht so kühl, dass ihre Sinne betäubt wurden. Sie brauchte ihre Sinne scharf – besonders heute. Damon war bereits da. Er stand mit freiem Oberkörper in der Mitte des Hofes. Leichter Dampf stieg von seiner Haut in der Kälte auf. Nicht von der Anstrengung. Von der Hitze. Wölfe spürten die Temperatur nicht wie Menschen. Sein Atem bildete keinen Beschlag, Serenas aber schon – eine dichte, weiße Wolke, die aufstieg und zwischen ihnen verschwand. Er begrüßte sie nicht. Er drehte nur langsam den Kopf. Seine dunklen Augen musterten sie, als wollte er abschätzen, wie viel Ärger sie ihr heute ber

