Der Morgen in der Festung war von einer Schärfe erfüllt, die Serena nicht gewohnt war – als warteten die Mauern selbst darauf, entzündet zu werden. Die vergangene Nacht hatte sie ruhelos zurückgelassen; das Bild von Damon, der Kain zurückhielt, brannte sich in ihr Gedächtnis ein, zu lebendig, um zu verblassen. Sie versuchte, es unter Routine zu begraben, unter leisen Schritten und gesenktem Blick, doch die Erinnerung blieb wie Rauch an ihrer Haut haften. Als sie den unteren Korridor erreichte, wartete Damon bereits. Er lehnte sich nicht vor, ging nicht auf und ab – er stand einfach da, die Arme verschränkt, die Haltung von starrer Entschlossenheit gezeichnet. Seine Augen folgten ihr sofort, wie ein Raubtier, das jede Bewegung wahrnimmt, bevor es entscheidet, ob es angreift oder beobachtet

