KAPITEL I: Die Tür Ich drehte den Kopf zu ihm. Im Halbdunkel der Rotunde, von den Kerzen von vorne beleuchtet, wirkte er noch beeindruckender als im Eingang. Groß, schlank, breite Schultern unter seinem schwarzen Hemd. Lange, feine Hände, die er vor sich verschränkt hielt. Ein markantes Gesicht, hohe Wangenknochen, ein Mund, der für einen Mann zu sinnlich war, helle, fast durchsichtige Augen, die mich zu durchdringen schienen. – Was soll ich tun? fragte ich. – Zuerst: dich ausziehen. Der Schock. Auch wenn ich es erwartet hatte, auch wenn ich tief in mir wusste, dass es kommen würde, der Schock war real. Meine Wangen brannten, mein Herz hämmerte so stark, dass ich dachte, sie könnten es hören. – Was? – Dich ausziehen. Hier. Vor ihnen. Vor mir. Alle deine Kleider ablegen, eines nach de

