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ALEXANDERS SICHT Tag drei. Es fühlte sich schwerer an, als es eine Zahl jemals sollte. Nur eine einfache Zählung, doch sie drückte auf meine Brust, ein erdrückendes Gewicht, das die Luft in meiner viel zu sauberen, viel zu stillen Suite erstickte. Mein Handy lag mit dem Display nach oben auf der zerwühlten Bettdecke. Die Nachrichten, die ich geschickt hatte, starrten mich leer an. Hallo. Enid, ich bin gerade aufgewacht und habe deine Nachricht gesehen. Wie geht es dir? Danke, dass du mir deine Nummer gegeben hast. Du wirst es nicht bereuen. Enid. Wo warst du? Oder wann kommst du zurück? Jede Nachricht blieb einfach liegen, ins Nichts gesendet. Zugestellt, ja. Aber keine einzige war als „Gelesen“ markiert. Sie waren digitale Geister, unbeantwortet, ungesehen. Er ignoriert mich. D

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