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1707 Words

ALEXANDERS SICHT Ich hielt mich fest, meine Arme um seinen Oberkörper geschlungen, meine Wange fest gegen seine warme, feste Brust gepresst. Der schwache Rhythmus seines Herzschlags war wie ein gleichmäßiges Trommeln in meinem Ohr, ein Rettungsanker in dem stillen Raum. Ich konnte ihn einfach nicht loslassen. Wer weiß? Wenn ich ihn loslasse, geht er vielleicht wieder. Er verschwindet vielleicht in dieser kalten Stille und kommt nie wieder. „Ich habe dich so vermisst, Enid“, flüsterte ich erneut, die Worte feucht auf seiner Haut. Eine neue Welle der Gefühle schnürte mir die Kehle zu, und heiße, lautlose Tränen entkamen und zogen Spuren durch den feinen Flaum auf seiner Brust. Die ganze Zeit blieben seine Arme an seinen Seiten. Er umarmte mich nicht. Der Moment dehnte sich, dünn und zer

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