DAS ALBTRAUMPROTOKOLL-1c

968 Words

Als sie ins Schlafzimmer zurückkam, war Cassian wach. Er lag noch immer auf dem Boden, saß aber nun aufrecht und fuhr sich mit der Hand durchs zerzauste Haar. Die Decke lag in seinem Schoß. Er sah auf, als sie hereinkam, und etwas bewegte sich zwischen ihnen – vielleicht Anerkennung. Verständnis. Die Last dessen, was in den dunklen Stunden vor dem Morgengrauen geschehen war. „Morgen“, sagte er mit verschlafener Stimme. „Du bist geblieben“, sagte sie. Keine Anklage. Eine Feststellung. „Du hast mich darum gebeten.“ „Die ganze Nacht. Auf dem Boden.“ „Ja.“ „Das kann nicht bequem gewesen sein.“ „War es auch nicht.“ Langsam stand er auf, seine Gelenke knackten hörbar. „Aber du hast mich gebeten zu bleiben. Also bin ich geblieben.“ *Warum?* Die Frage lag ihr auf den Lippen, aber sie st

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