Der Rest der Woche verging schnell und nun war endlich Freitag. Lili war sehr aufgeregt wegen einer Neuigkeit, die sie in der Schule gehört hatte.
Als sie zu Hause ankam, bemerkte sie, dass auch Diogos Auto dort geparkt war. Das bedeutete, dass er bereits zu Hause war.
Für Lili war das die perfekte Gelegenheit, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Sie ging zum Eingang des Hauses und sah, dass er im Wohnzimmer auf dem Sofa saß. Sie rannte auf ihn zu, sprang auf seinen Schoß und umarmte ihn herzlich.
„Hey, Lili! Was ist denn hier los?“, fragte Diogo, der die übermäßige Zuneigung nicht ganz verstand.
„Man hat mir heute gesagt, dass ich ausgewählt wurde, bei der Abschlussfeier die Rede zu halten“, sagte sie aufgeregt, während sie sich weiter auf seinem Schoß bewegte.
„Schatz, ich freue mich so für dich ...“
„Ich bin so glücklich, Diogo. Ich muss anfangen, meine Rede vorzubereiten. Ich muss anfangen, mein Kleid zu suchen. Ich möchte an diesem Tag umwerfend aussehen“, antwortete Lili voller Begeisterung.
„Lili“, warf Diogo ein. „Meinst du nicht, dass du zu groß wirst, um auf meinem Schoß zu sitzen?“, sagte er etwas unbeholfen und spürte ihre Bewegungen.
„Ganz und gar nicht.“ Sie umarmte ihn noch einmal und sagte dann: „Ich gehe in mein Zimmer. Ich muss anfangen, an meiner Rede zu arbeiten.“ Lili stand auf, nahm ihren Rucksack, den sie auf den Boden gestellt hatte, und ging in ihr Zimmer.
Diogo schüttelte den Kopf und schmunzelte. Er erkannte keine böse Absicht hinter ihrem Verhalten.
In ihrem Zimmer angekommen, warf sich Lili auf das Bett und atmete tief durch. Nach so kurzer Zeit war sie bereits völlig vernarrt in ihn, aber sie wollte so viel mehr.
In der darauffolgenden Woche besuchte Diogo ihre Schule, sprach mit dem Direktor und teilte ihm mit, dass sie einen Ausflug planten. Da sie ihre Abwesenheit normalerweise nicht einfach so mit einem Ausflug rechtfertigen konnten, hielt er es für unumgänglich, dem Direktor mitzuteilen, dass sie vier Tage lang nicht in der Schule sein würde.
Am Nachmittag packte Lili ihre Koffer fertig. Sie konnte die Reise und die Gelegenheit, ein Zimmer mit ihm zu teilen, kaum erwarten.
Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg zum Flughafen. Bei ihrer Ankunft wurde ihnen jedoch mitgeteilt, dass sich ihr Flug verspäten würde. Da sie bereits dort waren, beschlossen sie, einfach zu warten.
„Lass uns zu Mittag essen und warten. Es sieht so aus, als würde es eine lange Wartezeit werden“, schlug Diogo vor.
„Ja, scheint so. Wir werden nicht rechtzeitig ankommen, um heute noch an den Strand zu gehen“, antwortete sie und brachte ihn zum Lachen.
„Wir werden noch viele Tage dort haben, Lili ...“
Sie erreichten den Strand am frühen Abend. Lili war müde und als sie das Hotelzimmer betraten, stellte sie ihren Koffer in einer Ecke ab und legte sich auf eines der Betten.
„Willst du nicht duschen?“, fragte Diogo sie.
„Nein, ich bin zu erschöpft“, antwortete sie.
„Dann werde ich duschen gehen.“ Diogo öffnete seinen Koffer, schnappte sich eine Jogginghose und ein Hemd und ging ins Bad.
Nach etwa dreißig Minuten kam er wieder heraus und sah, dass sie eingeschlafen war. Er bemerkte, dass ihr Kleid etwas hochgerutscht war, sodass ihr unterer Rücken frei lag. Er ging auf sie zu und legte ihr die Decke über den Körper. Aber sie zog sie schnell weg.
„Es ist heiß“, sagte sie.
Diogo kicherte und rückte das Kleid zurecht, um sie richtig zu bedecken.
„Bitte mach die Klimaanlage an, Diogo“, bat sie.
„Ok, Prinzessin.“ Diogo stellte die Klimaanlage auf eine angenehme Temperatur ein, genauso wie Lili es wollte. Dann schaltete er das Licht aus und ließ sich auf dem anderen Bett nieder.
Am nächsten Morgen wachte Lili früher auf als Diogo. Sie bemerkte, dass er noch schlief, und ging ins Bad. Sie putzte sich zuerst die Zähne. Als sie zur Dusche ging, bemerkte sie ein kleines Insekt an der Badezimmerwand.
Neugierig betrachtete sie es genauer und stellte fest, dass es ein Käfer war. Und da sah sie eine Gelegenheit, ihm ein wenig von sich zu zeigen. Also zog sie sich aus, stellte die Dusche an und ließ sich nass spritzen.
Dann setzte sie mit einem Anflug von Mut ihren Plan in die Tat um.
Lili stieß einen lauten und verzweifelten Schrei aus, rannte dann schnell aus dem Bad und stieß mit Diogo zusammen.
„Was ist passiert, Lili? Ich bin von deinem Schrei aufgewacht“, fragte Diogo verwundert.
Sie hielt sich an ihm fest, aber er schien nicht einmal zu bemerken, dass sie nackt war.
„Da ist eine riesige Kakerlake im Bad. Sie ist auf mich geflogen“, antwortete sie und tat so, als hätte sie Angst vor dem Insekt.
„Wo ist sie?“, fragte er, trat von ihrem Körper zurück und bemerkte dann, dass sie völlig nackt war. „Oh Gott! Bedecke dich!“
„Ich bin einfach rausgerannt. Das Handtuch ist im Bad und ich gehe erst wieder rein, wenn die Kakerlake tot ist“, erklärte Lili.
Diogo sah von ihrem Körper weg und ging ins Bad. Nachdem er das Insekt getötet hatte, kam er etwas verlegen mit einem Handtuch zurück, damit sie sich bedecken konnte.
„Hier, ich habe das Insekt schon getötet. Es war keine Kakerlake, sondern ein Käfer“, sagte er und ging auf das Bett zu, wobei er direkten Blickkontakt vermied.
„Ok, bist du sicher, dass da keine anderen Insekten drin sind?“
„Ja, ich habe das Badezimmer überprüft und es sind keine anderen Insekten drin“, antwortete Diogo, immer noch den direkten Blickkontakt mit Lili vermeidend.
„Danke.“ Lili ging wieder ins Badezimmer und nach etwas mehr als dreißig Minuten kam sie heraus.
Als sie aus dem Badezimmer kam, ging Diogo schnell hinein. Er war offensichtlich peinlich berührt von dem, was passiert war. Das erregte Lili noch mehr, da es zeigte, dass er eindeutig gesehen hatte, was sie unter ihrer Kleidung versteckte.
Das Geräusch der laufenden Dusche war ständig zu hören, was darauf hinwies, dass sie schon eine Weile lief. Lili konnte nicht anders, als sich vorzustellen, wie er nur mit einem Handtuch aus dem Badezimmer käme. Aber sie hatte sich zu früh gefreut. Denn einen Moment später kam er heraus und hatte eine Hose an. Sie konnte sich aber wenigstens an seinem freien Oberkörper erfreuen.
Trotz seiner vierzig Jahre hatte Diogo ein jugendliches Aussehen, mit einem durchtrainierten Körper, starken Armen und definierten Bauchmuskeln von seinen vielen Stunden im Fitnessstudio.
„Diogo, sollen wir hier frühstücken oder zum Buffet gehen?“, fragte Lili.
„Ich würde lieber zum Buffet gehen. Ich möchte das Hotel ein bisschen mehr erkunden“, antwortete er. Er wählte eines der Hemden aus dem Koffer, zog es an und bemerkte dabei, wie Lili ihr Haar kämmte. „Dein Haar ist wunderschön.“ Er machte ihr ein Kompliment.
Lili hatte tiefschwarzes Haar mit einem schönen Glanz, das perfekt zu ihrer hellen Haut und ihren blauen Augen passte.
„Danke. Ich liebe mein Haar und kümmere mich gut darum“, antwortete Lili und lächelte Diogo an.
„Siehst du, es sieht immer makellos aus.“ Diogo griff nach seinem Parfüm und nahm es aus dem Koffer. Er trug ein wenig auf, wodurch der Duft den Raum erfüllte.
Nun war Lili dran, ihm ein Kompliment zu machen. „Ich mag dein Parfüm. Es riecht wirklich gut.“
„Ich mag es auch. Ich benutze es schon lange. Bist du bereit?“, fragte Diogo.
„Hm, ja“, antwortete Lili.
„Dann lass uns gehen!“,
Das Buffet befand sich im ersten Stock. Als sie eintraten, waren sie angenehm überrascht von der Vielfalt der Speisen. Die Atmosphäre war lebendig und ein duftendes Aroma erfüllte den Raum.
„Ich glaube, ich werde ein paar Pfunde schwerer nach Hause kommen“, flüsterte Lili zu Diogo.
„Ist doch in Ordnung. Du wirst trotzdem wunderschön aussehen“, versicherte er ihr.
Sie bedienten sich am Buffet und fanden einen Tisch, an dem sie sitzen konnten. Als sie bemerkten, dass nur wenige Leute anwesend waren, wurde ihnen klar, dass es bereits nach neun war und das Frühstück um zehn enden würde.
Nach dem Frühstück gingen sie zurück in ihr Zimmer, um sich ihre Strandkleidung anzuziehen. Der Strand war nur ein paar Meter vom Hotel entfernt.
Lili nahm zwei der Bikinis, die sie gekauft hatte, aus ihrem Koffer und zeigte sie Diogo, um seine Meinung zu erfragen.
„Den Schwarzen oder den Blauen?“, fragte sie.
„Lili, ich verstehe wirklich nichts von Mode“, gab er zu.
„Du musst es nicht verstehen. Weißt du was, ich probiere beide an und du sagst mir, welcher mir besser steht.“
„Ok, machen wir das.“
Lili ging ins Badezimmer, zog den blauen Bikini an und kehrte ins Schlafzimmer zurück.
„Was denkst du?“, fragte sie. Der Bikini war klein und bedeckte wirklich nur das Nötigste. Die Schnüre betonten perfekt ihre Kurven. Der obere Teil hielt ihre Brüste gut und schuf einen verlockenden Anblick.
Diogo warf einen Blick auf sie, vermied kurz den Augenkontakt, sah sie aber dann wieder an.
„Er ist sehr schön“, sagte er.
„Ich probiere mal den anderen an.“ Lili ging zurück ins Badezimmer und kam nach ein paar Minuten im schwarzen Bikini heraus. „Also, was denkst du?“
„Er ist auch schön ...“, antwortete Diogo.
„Ok, aber welchen findest du besser?“, drängte sie und drehte sich, um den Bikini zu präsentieren.
„Der ist, ähm, wirklich klein“, antwortete er verlegen.
„Der ist eigentlich gar nicht so klein. Ich denke, er ist besser. Den werde ich zum Strand anziehen.“
„Du hast nicht vor, so zu gehen, oder? Ich meine, ohne etwas darüber zu tragen?“, fragte Diogo.
„Nein, sei nicht albern. Ich werde ein Kleid darüber ziehen. Kannst du dir vorstellen, so im Hotel und auf den Straßen herumzulaufen? Auf keinen Fall! Wenn wir am Strand sind, ziehe ich das Kleid aus und du kannst mir helfen, Sonnencreme aufzutragen. Ich möchte keinen Sonnenbrand bekommen.“ Lili nahm die Sonnencreme aus ihrem Koffer, trug etwas auf ihre Hände auf und reichte dann die Flasche an Diogo weiter. Sie konnte nicht anders, als ein leichtes Kribbeln zu spüren, als sie seine Berührung auf ihrer Haut fühlte.
„Oh, warte!“ Lili löste ihr Bikinioberteil und Diogos Augen weiteten sich vor Überraschung.
„Was machst du da?“, rief Diogo aus.
„Ich nehme die Träger meines Bikinis ab. Wenn ich sie nicht abnehme, bekomme ich dort einen Sonnenbrand“, erklärte Lili.
Diogo nickte immer noch etwas überrascht und trug die Sonnencreme erneut auf. Als er fertig war, hielt er seinen Blick fest auf die Wand gerichtet.
Lili ließ die Träger ihres Bikinis aber immer noch lose.
„Zieh deine Kleidung aus!“, sagte sie zu Diogo.
„Warum?“, fragte Diogo.
„Hast du vor, diese Kleidung zum Strand anzuziehen?“, erwiderte Lili.
„Nein.“
„Dann zieh sie aus. Ich muss dir Sonnencreme auftragen. Die Sonne ist wirklich intensiv. Das habe ich vorhin bemerkt.“
Diogo nickte und sagte: „Ich gehe schnell meine Badehose anziehen.“
Er ging ins Badezimmer und Lili biss sich auf die Unterlippe, während sie sich bereits den verlockenden Anblick vorstellte, den sie gleich haben würde. Minuten später kehrte er zurück. Lili hatte ein Kleid über ihren Bikini gezogen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie diese Situationen erzwingen wollte.
„Diogo, das Fitnessstudio tut dir echt gut“, lobte sie und klatschte in die Hände. Er lachte, weil er fühlte, wie sein Ego gestärkt wurde.
„Danke!“
„Komm her!“, rief Lili und Diogo näherte sich ihr.
Er stand mit dem Rücken zu ihr und ohne zu zögern begann sie, ihm Sonnencreme aufzutragen. Innerlich konnte sie ein Gefühl der Aufregung nicht unterdrücken, als sie ihn berührte.
„Gott, er ist so attraktiv“, dachte sie sich.
„Deine Hände sind wirklich zart“, kommentierte Diogo. „Du kannst mir jederzeit eine Massage geben.“
„Natürlich, wann immer du willst. Sag einfach Bescheid. Aber jetzt dreh dich um!“, antwortete Lili mit leicht angespannter Stimme.
Er stand vor ihr und ohne zu zögern begann sie, ihm Sonnencreme auf die Brust und dann auf den Bauch aufzutragen. Leider konnte sie nicht zu lange verweilen und ihn berühren, sondern tat nur das Notwendige. Als sie diesen Teil beendet hatte, ging sie zu seinen Armen über.
„Jetzt liegt es an dir, den Rest aufzutragen. Aber wir sind noch nicht fertig. Du musst auch Sonnencreme auf dein Gesicht auftragen. Du willst doch nicht dieses jugendliche Aussehen ruinieren“, sagte sie, reichte ihm die Flasche und ging dann zu ihrem Koffer.
„Jugendlich?“, fragte Diogo und klang etwas verwirrt.
„Ja, Diogo. Ich hätte nicht gedacht, dass du schon über dreißig bist“, antwortete Lili.
„Na, das ist nicht schlecht“, sagte er, während er die Sonnencreme auf seine Beine auftrug.
Aus einer kleinen Tasche nahm Lili eine spezielle Sonnencreme für das Gesicht und wandte sich ihm zu. „Nein, das ist nicht die, die du für dein Gesicht benutzt“, sagte sie, als sie sah, dass Diogo die Sonnencreme benutzte, die sie ihm gegeben hatte.
„Warum nicht?“
„Dafür gibt's eine spezielle Creme“, sagte sie und zeigte ihm die richtige Flasche in ihrer Hand. Dann näherte sie sich ihm, ließ ihre Körper nur wenige Zentimeter voneinander entfernt und streckte ihre Hände zu seinem Gesicht aus.
Instinktiv legte Diogo seine Hände auf ihre Taille und für einen kurzen Moment fühlte Lili, wie der Boden unter ihr verschwand. Aber sie fasste sich sofort wieder, um ihre Nervosität nicht zu zeigen.
„Ich habe immer die gleiche Sonnencreme auf meinem ganzen Körper aufgetragen“, erwähnte Diogo.
„Na ja, du hast trotzdem perfekte Haut ohne Pickel oder Falten. Männer haben echt Glück. Ihr könnt euch mit jedem Zeug von oben bis unten waschen und seht trotzdem super aus“, neckte sie, was ihn zum Lachen brachte.
„Wir müssen uns nicht mit hormonellen Schwankungen herumschlagen. Also ist es einfacher für uns“, sagte er, was sie zum Lachen brachte.
„Ich bin fertig mit dem Eincremen. Jetzt zieh dich an und lass uns gehen!“, sagte Lili kurz darauf zu Diogo.
Am Strand angekommen, breitete Diogo ein Handtuch aus und setzte sich, während Lili sich schnell hinlegte und ihren Kopf auf seinem Schoß platzierte.
„Die Sonne tut echt gut. Danke! Die Reise hat gerade erst begonnen und sie ist schon unglaublich“, drückte Lili ihre Dankbarkeit aus.
„Morgen ist der große Tag. Du wirst endlich achtzehn, junge Dame. Was möchtest du morgen machen?“, fragte er.
„Bring mich in eins von diesen schicken Restaurants, die man immer in romantischen Serien sieht“, antwortete sie.
„Aber wir werden kein romantisches Abendessen haben“, entgegnete Diogo.
„Natürlich nicht. Sei nicht albern! Aber ich liebe Orte mit einer delikaten Ästhetik. Es lässt mich davon träumen, wann ich die wahre Liebe finden werde“, sagte Lili.
„Du wirst bald einen guten Jungen finden. Es ist überraschend, dass du in deinem Alter mir noch keinen Freund vorgestellt hast. Ich dachte eigentlich, dass es mit diesem Mitschüler von dir ernster wird“, erwähnte Diogo und bezog sich auf Lilis früheren Schwarm, Mike.
„Nun, Mike ist ein netter Typ. Aber meine Gefühle sind nicht stark genug, um eine Beziehung mit ihm einzugehen.“
„Du bist ein hübsches Mädchen, Lili. Es muss viele Jungs da draußen geben, die gerne eine Chance bei dir hätten.“
„Bin ich?“ Lili drehte sich um, legte sich auf den Bauch und legte ihr Kinn auf Diogos Oberschenkel. Ihr Gesicht war nur wenige Zentimeter von seinem Schritt entfernt.
„Natürlich bist du das. Du wirst einen guten Jungen finden“, versicherte Diogo ihr.
Doch zu seinem Missfallen erschien jemand, um diesen Moment zu unterbrechen.
„Was glotzt du so, Junge?“, fragte Diogo unhöflich einen Jungen, der Lilis Körper angestarrt hatte.
„Äh, nichts. Tut mir leid.“ Der Junge ging schnell weg.
Lili setzte sich aufrecht hin und starrte Diogo an.
„Diogo, das war nur ein Junge. Er muss dreizehn oder vierzehn Jahre alt sein. Ich würde mich niemals für einen interessieren, der so jung ist“, versicherte Lili ihm.
„Trotzdem gibt ihm das nicht das Recht, dich so anzustarren. Er hat ja praktisch schon gesabbert. Er muss noch Manieren lernen, und du ...“
„Und ich?“ Lili hob eine Augenbraue und wartete auf seine Antwort.
„Du bist fast nackt“, bemerkte Diogo.
„Bin ich nicht. Wenn du genau hinschaust, sind wir an einem Strand. Alle hier sind so gekleidet. Sogar du hast Teile deines Körpers freigelegt.“
„Aber meine Badehose kann man mit zwei Bikinis vergleichen, sowohl oben als auch unten“, entgegnete Diogo.
„Du bist ja auch doppelt so groß wie ich. Also tu nicht so, als würde ich nackt posieren, während du nur eine Badehose trägst“, erwiderte sie und verschränkte die Arme. Diogo seufzte und gab ihrem Punkt nach.
„Na gut, vielleicht habe ich etwas übertrieben, aber mir gefiel nicht, wie respektlos der Junge dich angesehen hat. Nur weil du einen Bikini trägst, heißt das nicht, dass er das Recht hat, auf deinen Hintern zu starren“, erklärte Diogo. Er nahm sanft ihre verschränkten Arme und lockerte sie wieder. Dann zog er sie zurück, um auf seinem Schoß zu liegen. Er tat dies in einer liebevollen Weise, um die Spannung zu lösen.
Diogo strich mit den Fingern durch ihr Haar und beobachtete, wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte.