Kapitel 61 Juli 2016 Nathan

2098 Words

Im Vorfeld hatte ich lange mit Malia diskutiert, ob ich mir dieses Wochenende in ihrer Nähe wirklich antun wollte. Jetzt wusste ich, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, mit ihr zu kommen. Ich wusste nicht was passiert war, doch ich spürte ihren Schmerz und ihre Verzweiflung. Ich roch ihre Angst. Sie brauchte mich. Ohne groß darüber nachzudenken nahm ich meine menschliche Gestalt an und rannte aus dem Wald auf sie zu. Sie irrte im stockdunklen völlig aufgelöst über eine Wiese und stolperte mir entgegen, ohne mich wahrzunehmen. Ich stellte mich ihr in den Weg und umfasste vorsichtig ihre Schultern, doch sie reagierte im ersten Moment gar nicht darauf. Tränen strömten unaufhörlich über ihre Wangen und sie wurde von heftigen Schluchzern geschüttelt. Panik stieg in mir auf.

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