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ALINA Seine Lippen glitten hinunter zu meinem Hals und er fuhr mit den Zähnen an meinem Kiefer entlang nach oben, während seine Hände zu meinem Po wanderten und mich eng gegen sein hartes Glied zogen. Oh… Dann riss es, jedes Fünkchen Beherrschung. Wir küssten uns, als hing unser Leben davon ab – hungrig und voller Verlangen. Millionen verbotener Gefühle kamen zum Vorschein. Der Mann, den ich nicht haben durfte. Ich löste mich aus dem Kuss und senkte den Kopf. Wir standen in der Dunkelheit, die Stirn aneinandergelehnt, und rangen keuchend nach Luft. Eine bleierne Stille hing zwischen uns. Wir waren verloren in der Reue über das, von dem wir beide wussten, dass wir es nicht haben durften… über das, was wir nicht hätten tun sollen. Ich war ein schlechter Mensch. „Ich glaube, sie sind weg“, sagte er schließlich. Ich nickte, unfähig, ein Wort über die Lippen zu bringen. Denn egal, was ich sagen würde, es wäre falsch. Er nahm meine Hand und führte mich zurück auf die Straße. Wir bogen um die Ecke und sahen den schwarzen Mercedes-Kombi, der bereits auf uns wartete. Er öffnete die Tür, ich rutschte auf den Rücksitz und er folgte mir. Der Wagen reihte sich in den Verkehr ein, während ich fassungslos aus dem Fenster starrte. Was zur Hölle war da gerade passiert? „Wir können heute Nacht nicht zurück in dein Hotel“, sagte er tonlos. Ich nickte, den Blick starr nach draußen gerichtet, während mein Körper noch immer von seiner verbotenen Berührung kribbelte. „Wenn du irgendetwas brauchst, lasse ich es dir im Laden besorgen. Es ist zu riskant, heute aus deinem Hotel auszuchecken; das würde nur unnötige Aufmerksamkeit erregen“, murmelte er. „Okay“, flüsterte ich. In meiner Tasche klingelte mein Handy. Ich kramte es hervor und las den Namen auf dem Display: Erik Mein Herz rutschte mir in die Hose. Ich bemerkte aus dem Augenwinkel, wie Moritz den Namen ebenfalls las. Sein Blick kehrte zurück zum fließenden Verkehr; er wirkte wütend oder nachdenklich… ich wusste es nicht einmal. Verdammte Scheiße, das hier war eine einzige Katastrophe. Ich schaltete das Handy auf stumm und verstaute es in meiner Tasche. Ich würde Erik später zurückrufen. Das alles hier war völlig verrückt. Wir fuhren in beklemmendem Schweigen weiter. Ich wusste, dass wir den Kuss nur vorgetäuscht hatten und dass er nichts zu bedeuten hatte. Ich fuhr mir mit den Fingern über meine Lippen, die immer noch bitzelten. Meine Haut brannte noch immer von seinen harten Stoppeln. Es hatte sich echt angefühlt. Ein Verlangen pochte in mir, wo es nicht sein sollte, und Scham erfüllte mich. Er war mein Bruder.
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