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MORITZ Ich hämmerte gegen das Fenster, während meine Mutter im Sterben lag. „Mama, ich bin hier. Halt durch!“ Ihr Kopf sackte zur Seite, als ich begann, die Tür einzutreten. „Ich bin hier, Mama. Geh nicht weg, warte auf mich!“ Machtlos sah ich zu, wie ihre Leibwächter herbeigelaufen kamen. „Mechthild!“, schrie einer. „Ruft einen Krankenwagen!“ Ich trommelte verzweifelt gegen die Tür; eine solche Panik hatte ich noch nie gespürt. Ein Schrei schreckte mich auf. Ich fuhr hoch und blickte mich in dem dunklen, stillen Zimmer um, während mein Herz wild gegen meine Brust hämmerte. Wer hatte geschrien? Ich war es gewesen. Es waren meine eigenen Schreie, die mich geweckt hatten. Verdammt. Ich setzte mich auf und schwang die Beine aus dem Bett. Ich war schweißgebadet. Mit den Ellbogen auf d

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