Avas Perspektive Ich gehe die Treppe hinunter und achte darauf, keinen Schritt zu verfehlen und nicht hinzufallen, um mich nicht zu blamieren – immerhin laufen viele Bedienstete umher und erledigen ihre Aufgaben. Einige werfen mir verstohlene Blicke zu, manche voller Staunen, andere neugierig, während manche mich ganz bewusst meiden, als sei ich die Pest. Ich zucke mit den Schultern und gehe weiter. Ich hatte gerade die letzte Stufe betreten, als ich ein sanftes Ziehen an meiner Hand spürte. Ich drehte mich um und sah Marco, der schon für den Tag fertig angezogen war. Ein breites Grinsen lag auf seinem Gesicht, und ich konnte nicht anders, als zurückzulächeln. „Guten Morgen, Mama“, sagte er mit ehrlichem Lächeln. Ich tätschelte seinen Kopf anerkennend. „Mama, du bist gestern nicht nach

