Schimmer im Dunkeln Sebastian Crowne bevorzugte Schatten gegenüber Scheinwerfern. Adrian Vale mochte von Podien herab schreien und sich im Applaus sonnen; Crowne arbeitete im Flüsterton, hinter Samtvorhängen, wo Macht nicht durch Beifall, sondern durch Präzision bewegt wurde. An jenem Abend, lange nachdem die Lampen im Ratssaal erloschen waren, saß Crowne in einem privaten Zimmer des St.-Albans-Clubs. Das Feuer knisterte leise, und ein Dekanter Brandy funkelte auf dem Tisch zwischen ihm und seiner Begleiterin. „Sie verstehen, was ich verlange“, sagte Crowne sanft, den Blick fest auf das Glas in seiner Hand gerichtet. Die Frau ihm gegenüber lehnte sich zurück und schlug ein Bein über das andere. Sie war schön, doch nicht in der porzellanernen Art der Gesellschaftsdamen Neu-Albions. Ihre

