**Adrian und Evelyn** Zum ersten Mal seit Monaten erlaubte sich Adrian Vale Ruhe. Die Wochen nach der Hochzeit waren eine seltene Zeit des Friedens. Evelyns Gegenwart milderte seine unaufhörliche Rastlosigkeit; sie lockte ihn zu langen Spaziergängen durch die Hartwell-Gärten, zu stillen Abenden am Kamin, zu Morgenstunden, in denen die Forderungen der Welt weit entfernt schienen. Adrian nahm weiterhin an den Ratssitzungen teil, debattierte, trieb Reformen voran – doch er eilte nicht mehr direkt aus dem Saal zum nächsten Salon oder Empfang. Wenn Einladungen eintrafen, lehnte er sie ab. Wenn Bekannte Andeutungen von Feierlichkeiten oder Intrigen schickten, legte er sie beiseite. Seine Welt, einst so weit und verzehrend, hatte sich verengt – und er empfand keinen Verlust. Mit Evelyn fand e

