KAPITEL 87-1

752 Words

Die Luft im Inneren des Tempels war kalt und stickig, als hätte sie seit tausend Jahren kein Leben mehr berührt. Unsere Schritte hallten auf dem Steinboden wider, und jedes Geräusch schien viel zu laut. Das Licht unserer Fackeln tanzte an den Wänden und beleuchtete Schnitzereien von Wölfen, Monden und seltsamen Symbolen, die dem Zeichen, das in meine Brust eingebrannt war, viel zu ähnlich sahen. Ich spürte, wie mein Mal pulsierte. Zuerst langsam, dann schneller, je tiefer wir vordrangen. Es war, als wüsste es, dass etwas auf uns wartete. Asher ging dicht neben mir, seine Hand streifte meine. Seine Wärme half, aber sie hielt den Schauer nicht auf, der mir den Rücken hinauffuhr. Gage folgte hinter uns, angespannt und still. Arlo hielt den Kopf gesenkt, drückte den Kodex fest an seine Brust

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