0036

1413 Words

Kapitel sechsunddreißig - Die alte Zelle Schilf Meine Augen öffneten sich langsam. Mein Kopf tut weh. Meine Brust brannte. Mein Körper fühlte sich an, als wäre er unter einem Berg zerquetscht worden. Alles fühlte sich kaputt an, als wäre ich immer wieder von einem Lastwagen angefahren worden. Das erste, was ich sah, war die Wand. Die gleiche graue Wand. Kalter Stein. Rau und stellenlos rissig. Dieselbe Ecke, die ich vor langer Zeit, als ich jünger war, sofort angestarrt hatte. Dann wusste ich es. Ich war schon einmal hier. Die Zelle war klein. Es gab kein Bett, keinen Stuhl, keine Decke. Nur harter Boden. Die Wände waren feucht vor Nässe, als hätten sie schweigend geweint. Die Luft roch schlecht, wie Blut, Schweiß und Schmerzen, die zu lange geblieben waren. An einer Seite der Wand

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD