Sie ignorierte das Stechen in ihrem gequälten Körper und stellte sich ihm in Kampfstellung entgegen. Die Angst durchfuhr ihre schwachen Glieder wie ein kalter Schauer, doch sie hatte sie nun vollkommen unter Kontrolle. Sie wusste, dass sie diesen Kerl nicht aufhalten konnte, aber das hieß nicht, dass sie es nicht mit aller Macht versuchen würde. Und – was hatte er ihrem kleinen Bruder angetan? Dieser Gedanke hielt die Wut in ihr am Brennen, trotz der klammen Haut. "Adam?", fragte sie erneut, ein heiserer Laut durch trockene Lippen. Seine Stimme war wieder sanft, kultiviert, distanziert, aber dennoch scharf: „Der Junge schläft. Ich habe ihm etwas in sein Getränk gemischt. Er interessiert mich nicht.“ Sie erinnerte sich an die Kälte jener Nacht. „Ich habe dir gesagt, du sollst nicht Nein s

