Kapitel Einundsiebzig DIE VERGANGENHEIT (Autorensicht) Benjamin öffnete die Augen zu einem weiteren Tag und kniff sich selbst, um zu bestätigen, dass er noch am Leben war. Schmerz ist schließlich der eindeutigste Beweis der Existenz. Er blickte zu Elena hinüber, die friedlich neben ihm schlief, ihr schönes Gesicht ruhig, die Augen geschlossen. Er konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er hatte nie die Zeit gehabt, die Schönheit seiner Frau zu würdigen – erst jetzt, da seine Tage gezählt waren. Selbst wenn es nur für einen kurzen Moment war, war er entschlossen, den Anblick ihrer schönen Gestalt in seinem Kopf einzubrennen und jeden einzelnen Augenblick auszukosten. Wieder legte er einen Kuss auf ihre Stirn, doch dieses Mal weckte er Elena nicht auf. Sie schien sich deutlich mehr ents

