Ruhig starrte er an die graue Decke. Es war still in seiner kleinen Zelle. Die Tage vergingen und reihten sich zu Wochen aneinander. Er hatte es aufgegeben, dass sein Zellengenosse zu seiner Rettung kam. Entweder er schaffte es irgendwann selbst hier raus oder blieb hier bis er schließlich starb. Beides schien ihm unerreichbar. Plötzlich ertönten Schritte auf den Gang, was ihn sich unweigerlich anspannen ließ. Es war zu früh für eine Mahlzeit und auch sein nächstes Melken sollte noch eine Weile auf sich warten lassen. Warum waren sie hier? Kam ein Neuer? Doch dort waren nur die Schritte von einer Person und sofort spannte er sich weiter an. Was wollte diese Frau hier? War vielleicht doch ein weiterer Gefangener hier, dem man zum Melken holte? Aber Stefan hatte noch nie eine andere Stimme

