Siebzehnter Gesang

996 Words

Siebzehnter GesangErinnre, Leser, dich, wenn in den Alpen Dich je ein Nebel überfiel, durch den du Nur, wie der Maulwurf durch sein Fell, konnt'st sehen, Wie, wenn sodann die feuchten, dicken Dünste Sich aufzuziehn beginnen, matten Glanzes Der Sonne Kugel hinter ihnen durchdringt; Und nur ein schwaches Abbild wirst du haben Des, was ich sah, als ich zuerst aufs neue Die Sonne, die schon unterging, erblickte. So meinen Schritt dem trauten Schritt des Meisters Gesellend, trat ich aus der Wolk' entgegen Dem Strahl, der schon am tiefern Strand erstorben. O Kraft der Einbildung, die so nach außen Uns schließt zu Zeiten, daß der Mensch nichts merkte, Und klängen rings auch tausend Erzdrommeten, Wer regt dich an, wenn nichts der Sinn dir bietet? Licht regt dich an, das sich im Him

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