Chloes Sichtweise Die Dunkelheit im Kerker war nicht nur die Abwesenheit von Licht, sie war dicht, schwer und drückte auf mich wie unsichtbare Hände, flüsterte gegen meine Haut und murmelte Worte, die ich nicht verstehen konnte, aber tief in meinen Knochen spürte. Meine Handgelenke schmerzten dort, wo die Ketten sich in mein Fleisch gruben, und das Eisen summte leise mit unnatürlichen Funken von Energie. Zuerst dachte ich, es sei meine Fantasie, die mir einen Streich spielte – die Orientierungslosigkeit der Erschöpfung, die meinen Gedanken Illusionen einflößte. Aber das Flüstern wurde lauter, wenn auch nicht klarer. Seltsame Stimmen überlagerten sich, ihre Worte waren von einer unheimlichen Vertrautheit durchdrungen. Es war, als hätten die Wände dieses Ortes eine Erinnerung, die sie mi

