Ein Moment allein

1813 Words

Die Erschöpfung lastete schwer auf mir, aber der Sturm in den Augen meines Vaters brannte heller als der Schmerz, den ich empfand. Seine Stimme war wie eine Klinge, scharf und unerbittlich, als sie durch den Raum hallte. „Dieses Ritual ist vorbei.“ Auf seinen Befehl folgte Stille, die den ganzen Saal wie dichter Nebel erfüllte. Die Ältesten des Hofes standen wie erstarrt da, ihre Gesichter wurden bleich, während das ganze Gewicht seiner Wut auf ihnen lastete. Mein Vater hob das Kinn, die Luft um ihn herum war kalt und erstickend. „Ihr habt Verrat an der königlichen Blutlinie begangen. Ihr habt meine Tochter unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit gefoltert.“ Sein Blick schweifte über die Menge, seine nächsten Worte waren ein Todesurteil. „Jeder, der es wagt, sie noch einmal anzurühren – j

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