Vorstellung des Gerichts

1362 Words

Gerade als ich meinen Kopf hob, sah ich Bella am Fußende meines Bettes stehen. Ihr sonst so scharfes Auftreten war einer sanfteren Haltung gewichen – Erleichterung, Besorgnis und etwas anderes, vielleicht Angst. „Wie lange?“, krächzte ich mit rauer, verzerrter Stimme, als hätte ich Asche geschluckt. „Vier Tage“, sagte Bella zögernd. „Vier Tage?“ Die Worte hallten in meinem Inneren wider, schwer und erstickend. Sie setzten sich wie ein Kloß in meiner Brust fest. Ich erinnerte mich kaum noch an etwas nach dem Ende des Kampfes – nur an Fragmente, an Maerals entfesselte Macht, die sich auflösende Dunkelheit und den überwältigenden Schmerz, bevor alles schwarz wurde. Ich hob die Hand, um mir die Schläfen zu reiben, doch die Bewegung ließ meine Sicht verschwimmen. Im selben Moment erschien B

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