Wahrheit

1345 Words

Chloes Perspektive Die Dunkelheit umhüllte mich wie eine zweite Haut – dicht und erstickend. Mein ganzes Wesen fühlte sich taub an; ich konnte mich weder bewegen noch sprechen. Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich atmete. Doch ich hörte Gesänge – leise, rau, und sie schlichen sich in meinen Geist wie glitschige Schlangen. Worte, die ich nicht verstand, von denen ich aber irgendwie wusste, dass sie mich brechen sollten. „Wach auf“, hörte ich jemanden in meinem Kopf sagen. Es war nicht meine eigene Stimme. Sie kam von irgendwo anders – flüsternd und zugleich voller Dringlichkeit. Ich versuchte, mich an ihr festzuhalten, aber die Dunkelheit zog mich tiefer, zwang mich hinab in den Abgrund. „Sie nimmt es zu gut auf“, ertönte Maerals Stimme, selbstgefällig und zufrieden. „Viel besser a

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