Aufstieg des Hohlkönigs

618 Words

Die Luft fühlte sich seltsam an. Schwül. Kalt. Nicht wie Wind oder Nebel. Es war etwas Schwereres – wie Stille mit Zähnen. Ich trat durch den Nebelschleier und presste den Herzstein an meine Brust. Seine Wärme flackerte schwach und unruhig. „Chase?“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. Er war vor mir. Ich konnte ihn spüren, aber die Anziehungskraft war weg – zu stark, zu tief. Dann sah ich ihn. Nicht Chase. Etwas, das sein Gesicht trug. Er stand mitten auf dem Steinfeld, unter einem Himmel, der wie Glas zersplittert war, Sterne, die durch die Risse drangen. Seine Augen leuchteten silbern. Sein Körper schimmerte, nicht von Licht, sondern von Leere. Hohl. Leer. Er lächelte. „Storm.“ Mir stockte der Atem. „Du bist nicht er.“ „Ich war es“, sagte er. Seine Stimme hallte wider wie Met

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD