die verborgene Kammer-1b

750 Words

Ich durchquere den Raum, jeder Schritt laut in der Stille. Schatten klammern sich an die Ecken. Das Licht der Fackel flackert wieder – und ich sehe sie: Wandmalereien, die Geschichten erzählen. Eine Königin mit schneeweißem Haar, die Wölfe anführt. Ein silberner Wolf, der sich verbeugt. Ein Hirsch, der im Mondlicht blutet. Ich drücke meine Handfläche auf den Sockel der Statue. Kalt. Glatt. Ein versteckter Riegel? Meine Finger suchen. Ich spüre eine Rille. Drücken. Klicken. Eine Steinplatte gleitet zur Seite und gibt einen Hohlraum hinter der Statue frei. Darin: eine Schriftrolle, versiegelt mit schwarzem Wachs. Ich ziehe sie heraus. Das Siegel bricht. Das Pergament ist alt – das Papier brüchig, aber lesbar. Ich lese: > „Für das Kind von Sturm und Schatten, > Die Königin schläft

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