Der sich verdunkelnde Himmel-1b

739 Words

Ich atmete ein. Ich stellte mir Feuer und Licht vor. Ich stellte mir Versiegelung vor. Ich suchte in mir nach dem wahren Herzen. Das Biest breitete seine Flügel weit aus – und bedeckte den halben Himmel. Schatten strömten aus seiner Gestalt und krochen über den Boden auf uns zu. Ich hob den Herdstein höher. Schwaches Licht flackerte auf und drängte die hereinbrechende Dunkelheit zurück. „*Bei Blut und Bund, ich fordere das Siegel zurück!*“, rief ich. Die Scherbe und der Talisman pulsierten zusammen und bildeten einen weißen Heiligenschein um mich. Schatten wichen zurück. Die Gestalt zuckte zusammen. Dann kam Donner, leise und schrecklich. Der Himmel brach über mir auf. Sterne zitterten. Mondlicht flackerte auf und verschwand. Doch plötzlich – Schmerz. Ein stechender Schmerz durchfuhr

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