Verrat unter Blut-1b

771 Words

Später in der Nacht setzte Regen ein. Zuerst sanft, wie Flüstern an den Fenstern. Dann heftiger, lauter – wie Fäuste. Ich stand am Waldrand hinter dem Alpha-Quartier, meine Kapuze war durchnässt, die Fäuste in den Taschen geballt. Meine Gedanken wirbelten wie der Sturm über mir. „Sturm.“ Ich drehte mich leicht um. Chase. Er trat neben mich, sein Geruch war ruhig, aber zurückhaltend. Seine Stimme war leise. „Die Ratssitzung. Mitternacht. Geheimer Ort. Elijah hat mir die Karte gegeben.“ „Vertraust du ihm jetzt?“, fragte ich, ohne hinzusehen. „Nein. Aber ich vertraue dem, wovor er Angst hat.“ Der Wind fegte durch die Bäume, Blätter wirbelten wie Warnungen. Endlich sah ich ihn an. „Sie wollen, dass ich gehe, Chase. Nicht herausgefordert. Nicht verbannt. Weg.“ „Das werde ich nicht zula

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