Dann erreichten wir eine Tür. Nicht aus Stein, sondern aus Knochen. Wuchtige Rippen ragten aus dem Boden empor, oben verschmolzen wie ein verschlossener Käfig. Symbole waren in sie eingebrannt – nicht eingeritzt, sondern eingebrannt. Manche rauchten noch. Die Hitze pulsierte wie ein Herzschlag durch die Luft. Chase holte zitternd Luft. „Das gefällt mir nicht.“ „Mir auch nicht“, flüsterte ich. Aber ich trat trotzdem vor. Der Herzstein pulsierte, als ich näher kam. Die Knochen knarrten. Eine Stimme – diesmal nicht die meiner Mutter – krächzte hinter dem Tor. „Du trägst die Glut.“ Ich erstarrte. Chase sah mich bleich an. „Welche Glut? Du meinst die, die Solum hinterlassen hat?“ Ich griff in meinen Mantel. Die Glut war noch da – nicht größer als ein Fingernagel. Und doch brannte sie

